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Teilprojekt 4 - Korrelation der Leistungsfähigkeit der Lendenwirbelsäule mit klinischen Outcomes nach einer gezielten Behandlung bei Patienten

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TP4 - Projektleiter

Korrelation der Leistungsfähigkeit der Lendenwirbelsäule mit klinischen Outcomes nach einer gezielten Behandlung bei Patienten mit unteren Rückenschmerzen

Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass der Effekt nicht operativer Behandlungen bei chronischem Rückenschmerz (LBP) äußerst limitiert ist. Einzig Interventionen mit körperlichem Training zeigen einen konsistenten Erfolg hinsichtlich der Prävalenz von LPB und den damit assoziierten Einschränkungen. Allerdings existiert keine Evidenz hinsichtlich der Überlegenheit eines spezifischen Trainings. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass Trainingsinterventionen eher bestimmte Untergruppen adressieren sollten, um deren Risikofaktoren für LBP gezielt und effektiv zu behandeln. Aus diesem Grund planen wir die Entwicklung einer innovativen Intervention basierend auf funktionelle Übungen, die durch externe mechanisch-induzierte Störungen gekennzeichnet sind, und ihre Anwendung an asymptomatischen Personen und LBP-Patienten*innen mit neuromuskulären Kontrolldefiziten der Wirbelsäule. Die zugrundeliegende Strategie des Trainings ist (a) die Zunahme der Aktivierung der Rumpfmuskulatur durch die applizierten Störungen, mit dem Ziel der Verbesserung der Muskelkraft und (b) die Förderung der Spezifität hinsichtlich der Wahrnehmung und Verarbeitung sensorischer Informationen zur Stabilitätskontrolle des Rumpfes. SP4 zielt auf Erkenntnisse hinsichtlich folgender Fragestellungen: (1) Beeinflussen funktionell-applizierte Störungen die Haltung, Bewegung und Mechanik der Wirbelsäule bei asymptomatischen Personen und LBP-Patienten*innen? (2) Zeigen asymptomatische Personen und LBP-Patienten*innen spezifische Muskelaktivierungsmuster, um die Wirbelsäule bei Störungen zu stabilisieren? (3) Welche Effekte hat ein perturbations-basiertes Trainings auf die Regulation der Haltung, Bewegung und Mechanik der Wirbelsäule bei asymptomatischen Personen und LBP-Patienten*innen? und (4) Kann ein perturbations-basiertes Training, angepasst auf eine homogene Untergruppe, bessere Behandlungsergebnisse hinsichtlich LBP im Vergleich zu einem konventionellen Krafttraining erzielen? Hierfür werden drei Arbeitspakete (AP) eingesetzt. In AP1 wird die neuromuskuläre Kontrolle der Wirbelsäule bei 100 asymptomatischen Personen und 100 LBP-Patienten*innen während mechanisch-induzierten Störungen mittels nicht-linearer Zeitreihenanalyse und dem Konzept der Muskelsynergien untersucht um Fragestellungen 1 und 2 zu erforschen. In AP2 und AP3 werden zwei Trainingsinterventionen (perturbations-basiert und kraft-orientiert) in 272 asymptomatischen Personen und 200 LBP-Patienten*innen mit eingeschränkter neuromuskulärer Kontrolle durchgeführt. Zur Erforschung der Fragestellung (3) und (4) werden die Interventionseffekte hinsichtlich Haltung, Bewegung und Mechanik (SP2) der Wirbelsäule, sowie LBP und die psychologischen Auswirkungen (SP5) vor und nach der Intervention sowie sechs Wochen und sechs und zwölf Monate im Anschluss untersucht. Wir erwarten dabei, dass die perturbations-basierte Intervention stärkere Verbesserungen der Bewegungskoordination, Mechanik und LBP-Symptomatik zeigt.  

 

 

 

Gegründet durch die DFG (Projektnummer: 439742772)